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Fertigung und Reparatur von Speichenrädern
Komponenten für Speichenräder

 

 


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Das Gross - Gedruckte

Drahtspeichenrad Reparatur

Im laufenden Betrieb verlieren die Speichen Spannung, weil sie sich setzen.

Leider verlieren sie die Spannung nicht gleichmäßig, sondern eine mehr, die andere weniger. Dann gibt es irgendwann eine Feste, und die sollte dann für alle Lockeren mittragen. Kann sie nicht, also reißt sie.

Also: Speichen reißen nicht, weil sie alt oder abgenützt sind, sondern weil sie ungleich locker werden.

Wenn Du Dein Rad immer rechtzeitig nachziehst, werden Dir (fast) nie Speichen reißen.

Aber wer zieht schon seine Speichen nach? Daß man Ventile, Zündung und Vergaser regelmäßig einstellt sieht jeder ein. Manche wechseln sogar (manchmal) das Gabelöl. Aber Speichen nachziehen?

Bevor Du die Speichen nachziehst, solltest Du unbedingt die Speichengewinde reinigen. Das heißt: der Reihe nach alle Nippel herausschrauben, Gewinde mit Druckluft durchblasen, Speichengewinde abblasen (wenn Du keine Druckluft hast, es geht auch mit der Fahrradpumpe oder mit dem Mund), einen Tropfen Öl aufs Gewinde und Nippel wieder reinschrauben.

Wenn Du glaubst Dir diesen Arbeitsgang ersparen zu können, riskierst Du, daß sich die Gewinde mit dem Rost und dem Dreck verreiben und dann geht gar nix mehr.

Oder: die Speichen lassen sich zwar nachziehen, aber weil sie nicht leichtgängig sind spürst Du nicht, wie fest sie wirklich sind, was wieder ungleiche Spannung zur Folge hat.

Wenn schon Speichen abgerissen sind müssen sie natürlich ergänzt werden. Bei manchen Rädern müssen ganz schön viele Speichen aufgemacht werden, damit Du die Neuen reinkriegst. Wenn Du Dir das ersparst, indem Du die neuen Speichen wild verbiegst, kannst Du Dich gleich darauf einstellen, daß Du die ganze Arbeit demnächst wieder machst.

Womit das wild Verbiegen im Fahrerlager, zwischen Training und Rennen, natürlich als Notreparatur legitim ist, wenn Du dann während der Woche, das Ganze ordentlich machst und die reingebogenen Speichen austauschst.

Wenn alle Speichen drinnen und leichtgängig sind, ziehst Du sie am Besten an, bis bei allen das Gewindeende gerade bündig mit dem Nippel abschließt. Und dann schaust Du wie locker das ganze Rad noch ist und versuchst danach abzuschätzen, wie oft Du jeden Nippel noch umdrehen kannst, bevor er fest wird.

Wenn Du zum Beispiel denkst, 2 Umdrehungen gehen noch, dann dreh jeden Nippel noch 6 viertel Drehungen weiter (immer ein Bißchen weniger als geschätzt). Und dann die nächste Runde 2 Vierteldrehungen. So lange bis die Ersten beginnen fest zu werden. Die läßt Du dann bei der nächsten Runde aus und ziehst alle Restliche wieder 2 Vierteldrehungen an. Und so weiter, bis alle fest sind (handfest, also gerade auf Zug).

Und dann läßt Du das Rad laufen, und schaust wie es schlägt. Du mußt immer Hoch- und Seitenschlag gemeinsam betrachten, wenn Du nur den Seitenschlag rauszentrierst, kriegst Du einen mörder Hochschlag hinein.

Du beginnst immer mit dem heftigsten Schlag, den das Rad hat.

Im Grunde kannst Du vier verschiedene Arten von Schlag beobachten und folgende Gegenmaßnahmen setzen:

• Schlag nach rechts, zur Achse. Abhilfe: rechts lockern

• Schlag nach rechts, von der Achse weg. Abhilfe: links festziehen

• Schlag nach links, zur Achse. Abhilfe: links lockern

• Schlag nach links, von der Achse weg. Abhilfe: rechts festziehen

Möglicherweise hast Du irgendwann nurmehr einen reinen Hochschlag. In diesem Fall mußt Du an dieser Stelle auf beiden Seiten festziehen.

Sobald das Rad fast nicht mehr schlägt ziehst Du zuerst alle linken, dann alle rechten Speichen gleich fest an (oder meinetwegen zuerst rechts und dann links, jedenfalls jeweils eine Seite!).

Und dann hat das Rad wieder einen heftigen Schlag.

Zurück zum Anfang: Schlag wieder wie vorher besprochen rauszentrieren.

Und wieder gleichziehen.

Diesmal ist der Schlag nach dem Gleichziehen schon viel geringer.

Das Ganze von vorne, solange bis beim Gleichziehen fast kein Schlag mehr entsteht.

Und dann noch die kleinen Feinheiten.

Wer nach dem ersten Zentrieren zufrieden ist und glaubt, er kann sich das Gleichziehen ersparen, riskiert reißende Speichen.

Rad Einspeichen:

Heutige Supermoto Räder heben meist fast gerade Speichen (Biegewinkel 170°, weil der Winkel wird zwischen Stab und Haken gemessen!!).

Damit ist das Einspeichen leicht, weil Du brauchst die Speichen nur nach der Reihe reinzustecken und einen Nippel draufzuschrauben und schon ist das Rad eingespeicht.

Achte darauf, daß oft links und rechts unterschiedlich lange Speichen vorgesehen sind.

Stecke immer nur eine Speiche auf einmal durch Nabe und Felge und schraub dann gleich den Nippel drauf, dann besteht nicht die Gefahr, daß Du Dir die Felge zerkratzt.

Speichenenden sind oft ganz schön scharf, alle Speichen zuerst in die Nabe zu stecken und dann die Felge drüberzulegen führt immer zu vielen häßlichen Kratzern in der Felge.

Ab besten legst Du Nabe und Felge auf den Tisch und fädelst auf der jetzt für Dich oberen Seite zuerst die inneren und dann die äußeren Speichen ein.

Dann drehst Du das Ganze um und wiederholst das Spielchen.

Wenn Du alle Speichen drinnen hast wird das Rad, wie oben beschrieben zentriert.

Achte auf die Spur! Die Felgenmittelebene muß im Richtigen Abstand zu Bremsscheiben Auflage und/oder Zahnkranz Auflage zu liegen kommen, sonst ist das Rad nachher nicht in der Mitte der Gabel oder Schwinge.

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Diese Seite wurde zuletzt am 2017 01 10 aktualisiert.

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