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Aus der Serie: Menschen, die mir auf die Nerven gehen.

Auf dieser Seite findest Du alles über eine besonders mühsame Erscheinungsform des Mitmenschen.


Bitte lest wenigstens

Das Gross - Gedruckte

Der funktionelle Analphabet

Funktionelle Analphabeten sind in folgende große Gruppen einzuteilen:

  1. Menschen, die zwar aus den gelesenen Buchstaben Worte bilden können, aber (aus welchem auch immer Grund) den Inhalt der Sätze nicht verstehen.
  2. Menschen, die zwar in der Lage wären, Sätze zu verstehen, die aber so von sich selbst überzeugt sind, daß sie nur das hören, was sie hören wollen, und daher auch nur das aus einem Text herauslesen, was sie herauslesen wollen.
  3. Menschen, die von einem längeren Text nie mehr als die ersten 3 Sätze lesen, und dann glauben, sie wüssten alles.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Gruppe 2 und 3.

Das Problem

  • Wir bekommen ständig Mails, in denen die Absender sich auf eine unserer Webseiten beziehen, und nach Informationen fragen, die genau auf dieser Seite stehen, ja warum lesen die nicht weiter, bevor sie sich die Arbeit antun, mir ein Mail zu schreiben. Und mir die Arbeit antun, ihnen zurückzuschreiben, sie sollen doch die nächsten beiden Zeilen auch lesen.
  • Wir bekommen ständig Mails, in denen die Absender sich auf eine unserer Webseiten beziehen und:
    • Dinge kaufen wollen, die dort gar nicht angeboten werden
    • Leistungen kostenlos wollen, die dort als kostenpflichtig angeboten werden
    • Eines unserer Produkte kaufen wollen, aber Angaben weglassen, die auf der Webseite ausdrücklich als erforderlich genannt werden (wie z.B. Biegewinkel und Hakenlänge einer Speiche), und dann, wenn wir zurückmailen, was für Speichen sie eigentlich wollen antworten: "Ganz normale"
    • Eines unserer Produkte kaufen wollen, Informationen angeben, von denen auf der Webseite ausdrücklich steht, daß wir damit nichts anfangen (wie original Ersatzteilnummern ihrer Motorradmarke).
    • Einen verbindlichen Kostenvoranschlag für eine Reparatur auf Grund eines zugemailten Fotos haben wollen, obwohl auf der Webseite ausdrücklich steht, daß wir keine Ferndiagnosen nach Fotos machen.
  • Es gibt Psychologen, die behaupten, daß Menschen in einem Text, den sie lesen, das Wort "nicht" nicht wahrnehmen. Diese Psychologen haben zweifellos recht, oder warum bestellen sonst so viele Kunden genau jene Artikel, die laut Webseite nicht lieferbar sind.

Beispiel 1

Mail - Anfrage:

Ich habe da eine beschädigte Felge Marke xy Modell xyz von einem zzz - GT. Was kostet die Reparatur?

Er könnte ja einmal versuchen, bei seiner Autowerkstätte anzufragen: "Mein Auto ist kaputt, was kostet die Reparatur?"
Außerdem haben wir alle Fixpreise mit Beispielbildern und Erklärungen auf unseren Webseiten, wozu mach ich mir so viel Mühe mit der Homepage, wenn das dann keiner liest? Wenigstens Die Bilder könnte er sich ja anschauen!
Also schicke ich ihm folgenden Textbaustein als Antwort:

Guten Tag

Leider können wir für Reparaturen keine Ferndiagnosen machen.
Wenn wir die Teile in unserer Werkstatt begutachtet und vermessen haben, machen wir gerne ein Angebot (oder mehrere Varianten).
Das Erstellen des Angebotes ist kostenlos, außer wenn umfangreiche Demontagen notwendig sind (das sagen wir aber auch vorher).

Wir haben für alle gängigen Arbeiten Pauschalpreise:

www.lolo.at/felgenreparatur/auto/verbogen.html

welche der Pauschalpreise anzuwenden sind, können wir per E-Mail nicht beurteilen, auch nicht nach Fotos und auch nicht ungefähr oder circa.

Beachte bitte den hier grün hervorgehobenen Satz, aber so weit liest er ja nicht. Und das er den Link im Mail anklickt, und sich wenigstens jetzt die Webseite mit den Richtpreisen ansieht ist auch unter seiner Würde. Also antwortet er:

Sie müssen mir wenigstens einen Richtwert mitteilen, ich muß doch wissen, ob sich das auszahlt, bevor ich zu Ihnen hinfahre!

Kann ich mit diesen dürftigen Informationen nicht, also kommt folgender Textbaustein zum Einsatz:

Wir machen grundsätzlich für Reparaturen an Gegenständen, die wir nie zu Gesicht bekamen, keine Angebote per Mail.
Nachdem ich Ihnen das bereits im letzten Mail mitgeteilt habe, und Sie uneinsichtig sind, ersuche ich Sie, uns keinen Auftrag zu erteilen.

Bitte antworten Sie nicht auf dieses Mail.

Bitte lesen Sie die letzten beiden Sätze ein zweites Mal, die Erfahrung hat gezeigt, daß uneinsichtige Menschen wie Sie nach nur einmaligem Lesen außerstande sind, einen Text zu verstehen, und danach zu handeln.

Beachte wieder die grün hervorgehobenen Sätze.

Prompt kriege ich eine Mail - Antwort, in der er sich darüber beschwert, wie schlecht ich ihn behandelt habe, und in der er mir vorlügt, daß er eigentlich die Absicht hatte, noch weitere 100 Felgen reparieren zu lassen, und daß er jetzt dafür sorgen wird, daß sämtliche Zeitungen und Radio- und Fernsehsender über mich berichten werden, außerdem wird er das alles jetzt in alle Internetforen posten.

Der letzte Textbaustein, den ich ihm noch schicke, bevor ich seine Absenderadresse in den Spamfilter eingebe lautet:

> Sie schrieben:

>> Bitte antworten Sie nicht auf dieses Mail.

>> Bitte lesen Sie die letzten beiden Sätze ein zweites Mal, die Erfahrung hat gezeigt,
>> daß uneinsichtige Menschen wie Sie nach nur einmaligem Lesen außerstande sind,
>> einen Text zu verstehen, und danach zu handeln.

Quod erat demonstrandum.
Nachdem Sie selbst die einfache Anweisung: "Bitte antworten Sie nicht auf dieses Mail" nicht befolgen können, sehe ich mich gezwungen, Ihre Absenderadresse in unserem Spamfilter zu sperren.

Du wirst es nicht glauben, aber in den Logfiles des Spamfilters scheint die Adresse dann noch mehrere Male auf. Und wenn er ganz oberschlau ist, krieg ich dann noch über die Firmen - E-Mail - Adresse seiner Tussy ein mit Verbalinjurien, Tiernamen und Bezeichnungen von Geschlechts- und Ausscheidungsorganen gespicktes Mail, das ich dann aber nicht mehr beantworte (und hier auch nicht wiedergeben will).

Beispiel 2

Auf jedem unserer Auftragsscheine stehen folgende Sätze:

Wir nehmen weder Schecks, noch Plastic - Karten.
Bitte bringen Sie zur Abholung Bargeld mit! (Nur Münzen und Scheine)

Das steht nicht etwa im Kleingedruckten, sondern (wie da auf der Webseite) in der größten Schrift, die es auf dem Schein gibt (mit Ausnahme des Firmenlogos).
Ein Exemplar kriegt der Kunde zum Unterschreiben (Unterschrift keine 2 cm. von obengenanntem Satz entfernt), Eines nimmt er mit. Sobald wir fertig sind, rufen wir ihn an, und er kommt abholen. In einer Hand hat er stolz den Abholschein, auf dem ganz groß draufsteht, daß wir nur Bargeld nehmen, in der anderen Hand hat er die goldene Bankomatkarte, und regt sich fürchterlich auf, daß er damit bei uns nicht zahlen kann.

Beispiel 3

Dem ganzen geht ein Telefonat und eine E-Mail Anfrage nach 2 Reifen voraus, die seit Jahren nicht mehr produziert werden.
Am Telefon verstieß der Anfragende bereits in den ersten 15 Sekunden massiv gegen die Umgangsformen. Trotzdem haben wir und die Mühe gemacht, ein paar Kollegen die oft Restbestände haben anzurufen, in diesem konkreten Fall allerdings ohne Erfolg.

Also schreibe ich

Sie haben es während des Telefongespräches innerhalb der ersten 15 Sekunden geschafft, in ein Verhaltensmuster hineinzufallen, das in mir Brechreiz auslöst.
Mehr dazu unter:
http://www.lolo.at/zubehoer/faqs.html#freundlich
lesen Sie auch die andern FAQ, Sie werden sich oft wiedererkennen.

Was den Reifen betrifft:
 
Wir haben diese Reifen nicht lagernd
Conti Austria hat diese Reifen auch nicht lagernd.
Wir haben bei befreundeten Händlern gefragt, von denen hat auch keiner etwas.
Es ist natürlich trotzdem möglich, daß noch bei anderen Firmen solche Reifen auf Lager sind.

Beachte auch hier die grün hervorgehobenen Sätze.

Sehr geehrter Herr Ingenieur Trksak,
vielen Dank f. die allerdings leider wenig hilfreichen Informationen.
Sofern Ihnen auch an künftigem Unternehmenserfolg gelegen wäre, sollten Sie an Ihren Ausdrucks- und Umgangsformen (s. die Beantwortung meiner telefonischen und schriftlichen Anfrage) schnellstmöglich und verstärkt arbeiten! Derartige Frechheit und Respektlosigkeit ist mir weder privat noch beruflich bisher begegnet. Ein derartiges Verhalten gegenüber (potentiellen) Kunden wäre in meiner Firma mit Sicherheit ein Kündigungsgrund. Ich hätte zwar schon dringend zwei der beschriebenen Reifen benötigt, nehme aber aus den o.g. Gründen davon Abstand mit Ihnen oder Ihrem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Sie dürfen davon ausgehen, dass ich diese Erfahrung mit Ihrer Firma auch meinem weiteren Umfeld mitteilen werde. Damit ist für mich der Kontakt beendet. Auf weitere Beantwortung Ihrerseits lege ich definitiv keinen Wert und bitte Sie als "letzten Akt des Anstands" auch davon Abstand zu nehmen.

Na, dem bin ich aber ordentlich auf den Schlips getreten.
Und das Ganze nur, weil ich gemeint habe, er soll gleich sagen was er will, und sich die Würmer nicht so aus der Nase ziehen lassen.
Man spürt ja fast körperlich, daß der kleine Psychopath jetzt hüpft wie das Rumpelstilzchen.

Und, weil er jetzt böse, böse, böse, ist, will er sich bitterlich an mir rächen, und bestraft mich (man beachte wieder den grün markierten Satz), indem er mir die Reifen nicht abkauft, ätsch!!

Was er in seinem Zorn nicht kapiert hat ist, daß ich die Reifen eh nicht liefern kann.

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Diese Seite wurde zuletzt am 2018 01 09 aktualisiert.

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